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Training

 


 

Nage-Waza und ihre Bedeutung im Kampkunstsystem des Goju-Ryu-Yuishinkahn-Karate. 

Dies ist keine Wissenschaftliche Studie. Eher eine Erkenntnis aus meiner langjährigen Laufbahn im Sportkarate und die Erfahrungen im traditionellen Karate-Do. Über viele Jahre des Diskutierens mit anderen Karatekas aller Gürtelstufen und dem Ausüben der Nage-Waza, in verschiedenen Vereinen, habe ich den Eindruck gewonnen, dass die Nage als lästiges Anhängsel verödet. Es gibt Aussagen wie „kompliziert“, „schwer“, „schmerzhaft“ und so weiter, oder „die braucht man ja eh nur zur Prüfung“. Lange Zeit teilte ich diese Ansichten. Dieses Thema hat mich dann aber doch irgendwann gefesselt, unter dem Aspekt des traditionellen Karate. Wo dieser Baustein wesentlicher Bestandteil des Systems ist. 

So praktiziere ich seit einiger Zeit diesen Baustein intensiv im Training. Die schon oben genannten Probleme kann ich soweit bestätigen. Doch beim intensiveren Erarbeiten der Nage unter dem Gesichtspunkt der möglichen Anwendung reduzierten sich die Probleme auf „kompliziert“ und „schwer“.Da ich keine Quellen fand, die mir bei der Durchführung helfen konnten, blieb mir nur die Selbsterfahrung beim Erarbeiten der Nage. Die Erklärungen anderer Karatekas bezogen sich immer nur auf das was geschrieben steht, „ist eh nur für die Prüfung“, oder „es ist ein Beiwerk“, weil Sensei Kisaki auch im Judo hoch qualifiziert war. Auch geschichtlich habe ich mit hoch graduierten Senseis gesprochen. Hier gab es keine konkreten Aussagen über das „Warum“, „Wieso“ und „Wofür“, bis auf die schon genannten Punkte. Was mich in meinem Suchen nach dem Sinn und dem praktischen Trainieren anspornte. 

 Die Recherchen führten mich natürlich auch zu Sensei Nöpel, der als einziger Konkrete Aussagen machte. Ich verstand es so, dass die Nage-Waza nach der Grundschule und Formschule steht und dies traditionell der erste, technisch intensive Kontakt mit dem Partner ist. Es werden nun die gelernten Techniken in Ausführung, Wirkung und Anwendbarkeit geübt.Die Besonderheit, die noch dazukommt ist das Erlernen der richtigen Distanz und der Stände, sowie das korrekte Bewegen. Gemeint ist das Bewegen des Haras, um stets bereit zu sein. 

 Konkret heißt das nun aus meinem Verständnis: Die Nage-Waza gehören unabdingbar dazu. Es ist keine Grundsäule des Stils, sondern vielmehr eine der Säulen die uns auf den vermeintlichen Zweikampf vorbereitet.Die Nage sind der Weg in der Partnerform, in dem die Grundformen nun mit der richtigen Distanz und eigener Körperbeherrschung umgesetzt werden, um zu lernen wie man im Kampf seine Techniken optimal einsetzt. Ein intensives Auseinandersetzen mit der Thematik ist unter anderem unbedingt notwendig. Die Ängste werden sich nach und nach abbauen.

 Vorallem sollte man alle Nage lernen und nicht nur die, die man sowieso kann. An dieser Stelle meine ich die 13.-24. Nage, sowie das Suchen nach den Kata-Nage. Sollte man die alle drauf haben, kann man sich an die angeblich “geheimen” Nage machen. Hierzu kann ich euch leider keine Hinweise geben.Laut Sensei Nöpel gibt diese Menge an Nage. Vierundzwanzig sind ja offen benannt und niedergeschrieben. Für den Rest benötigt man wohl eine entsprechende Reife in der Kampfkunst. 

Die ersten 12 werden auch weitläufig trainiert. Doch was ist mit dem Rest?Es wird behauptet, es gäbe Kategorien der Nage die an die Gurtfarbe gebunden sind. Möglicherweise ist dem aber nicht so, bedenkt man die alten Trainingformen, in denen es nur weiß, gegilbt oder Schwarz gab. Hinzu kommt, dass die ersten 12 Nage Sensei Kisaki eingebracht hat, die weiteren 12 stammen aus der Feder von Sensei Nöpel.Angesichts des damaligen Entwicklungsstandes von Sensei Nöpel scheint es, dass er seine 12 Nage von Sensei Kisaki bestanden, überarbeitet und dann veröffentlicht hat. Die Katanage sind von jedem persönlich zu suchen und wenn möglich mit qualifizierten Senseis zu besprechen. Die besagte Einteilung besteht anscheinend nur in der Reife des Karatekas. Sicherlich gibt es einige Unterschiede in den Nage. So werden die Nage 13-24 vermeintlich ausschließlich mit der offenen Hand ausgeführt.  Doch bei genauerem hinschauen und dem Beschränken auf die grundlegenden Prinzipien sind sie aus meiner Sicht alle gleich. Es gibt lediglich weitere Kontertechniken, sowie weitere Möglichkeiten den Aggressor zu Boden zu bringen. Auch weitere Strategiemöglichkeiten werden gezeigt. Erkennen wird man diese am ehesten wenn man sie im Kampf anwenden kann.Vergleicht man mal die 3. und die 20., erkennt man lediglich, dass sich die Strategie geändert hat. Oder die 5., die schon einiges verlangt zur 24., die so stumpf ist, dass sie eigentlich im Keller zu finden ist. Oder was ist mit der 6. Nage? Auch die hat es in sich im zu Boden führen. Wirklich herausstechen tun da die Nage die den Aggressor bäuchlings zu Boden bringen.

 Nehmen wir die 13. Nage. Der Angriff ist im Chudan Bereich. Der Konter wird mit einer Taisho Uke eingeleitet. Im Sanshi-Dashi und einem Tatezuki wird der Gegner an der Kurzen Rippe von vorne Getroffen. Wenn alles klappt, ist an dieser Stelle der Kampf beendet. 

Eine weitere Möglichkeit einer Folgetechnik: Durch die Stellung zum Gegner ergibt sich der Kansetzugerie. Der jedoch nicht als Fußschlag geführt wird, sondern in aller Konsequenz in die Kniekehle bis zum Boden geführt wird sodass die Kniescheibe am Boden zerbricht. Im direkten Anschluss wird ein Tetzui Utshi mit der rechten Faust zum 7. Halswirbel geführt. Für den Tetzui Utshi nutzen wir den Shiko Dashi, der sich durch die vorangegangenen Techniken ergibt. Der Shiko Datshi lässt sich bei konsequenter Führung ausführen und sicher stehen. Bedenkt man die Wirkung der Techniken am vermeintlichen Aggressor.Eine solch detaillierte Beschreibung könnte man bei jeder Nage machen. Vielleicht sollte man das auch mal wieder tun, um die Ressourcen der Nage zu erkennen. Ich habe jedoch große Bedenken dies im Netz zu tun. Da es doch User gibt, die nicht den richtigen Umgang damit finden werden. Im Fachbereich „Karate als Kampfkunst“ jedoch sollte man diese Beschreibungen durchaus diskutieren um den Sinn der Nage nicht zu verlieren. 

 


 

Chiissai-Moris machen Dan - Prüfung in Waltrop 

Matthias Ruhe stellt sich am 10.11.2018 der Prüfung zum 3. Dan, Georg Hauschild zum 2. Dan. In beiden Fällen stand Christian Kleuter (Dojoleiter des Chiisai Mori) als Partner für die entsprechenden Partnerformen zur Verfügung.

Vor gut einem Jahr nahmen Matthias und Georg die Hinweise vom Trainer Christian Kleuter ernst und fingen an sich für die nächste Danprüfung vorzubereiten. Zu Anfang galt es die vorgeschriebenen Techniken nach Standard des deutschen Karateverbandes zu üben. Einher wurden auch die vorgeschriebenen Katas (vorbestimmte Technikkombinationsabläufe) intensiv trainiert. Weitere Partnerformen (Nage-Waza und Kumite Ura) kamen hinzu und mussten studiert werden. In der freien Selbstverteidigung werden dann die persönlichen Erfahrungen und die entsprechend einstudierten Techniken im freien Kampf gezeigt, welcher die Persönlichkeit des Prüfling zeigt. In dieser Konstellation war es nicht immer einfach für Christian Kleuter das optimale Niveau zu finden. Zum einen Georg mit 62 Jahren, bei dem grundlegend andere Prioritäten notwendig waren, als bei Matthias (38 Jahre). Bei Matthias kam noch hinzu, dass er in Hamburg lebt und die Vorbereitungen weitestgehend alleine machen musste. Nur gelegentliche Treffen zwischen Christian und Matthias gaben Austauschmöglichkeiten, die immer sehr intensiv aber auch sehr fruchtbar waren. Alles in allem war die Vorbereitung gut. Das Gefühl von Christian Kleuter, dass beide gut für die Prüfung gewappnet sind bestätigte sich in der bestandenen Prüfung der beiden.

Insgesamt traten 10 Prüflinge zu verschiedenen Dangraden an. Am Ende der Prüfung konnten fünf Prüflinge die Prüfkriterien nicht erfüllen und müssen es beim nächsten Mal noch einmal probieren. Unerwartet bat die Prüfungskommission zu Kritikgesprächen. Hierzu haben sie die jeweiligen Dangradgruppen mit Trainern zu sich gebeten. In den Gesprächen haben die Prüfer ihre Entscheidungen noch einmal erläutert. Dazu haben sie die mangelhaften so wie die positiven Leistungen der einzelnen Prüflinge dargestellt. Letztendlich gab es noch Hinweise an die jeweiligen Trainer für das weitere Training der Dan-Anwärter. Das nicht jeder mit den Kritikpunkten zufrieden war ist nachvollziehbar. Eventuelle spätere Diskussion um die Entscheidungen wird es bestimmt noch geben. Aus meiner Sicht hat die Prüfungskomission sehr gut und korrekt aber auch konsequent gearbeitet.

 


 

Über 30 Jahre Karate in Senden

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30 Jahre Erfahrung im Kampfsport sowie in traditioneller Kampfkunst haben schon vielen Sendener den Weg im Karate gewiesen. Gut 30 Jahre steht Christian Kleuter im Team und seit 2002 als Dojoleiter an der Spitze des Sendener Karate-Dojos „Chiisai-Mori“ („Kleiner Wald“). Immer auf der Suche, bei sich selbst und bei seinen Schülern, den richtigen Weg zu finden, trainiert und lehrt er nach dem Grundsatz: “Der Weg ist das Ziel“. Im Chiisai-Mori, unter der Leitung von Ch. Kleuter, 5. Dan (Dojoleiter und 1. Vorsitzender) und G. Mangels, 2. Dan (2. Vorsitzender) steht nach langer, erfolgreicher sportlicher Ausrichtung die traditionelle Kampfkunst im Fokus. Die traditionelle Kampfkunst lässt ein ganzheitliches Training zu und kann somit von Jung bis Alt gut trainiert werden. Bei einer langjährigen Ausübung wird es immer wahrscheinlicher, sich und sogar andere in Gefahrensituationen optimal schützen zu können. Traditionelle Kampfkunst bedeutet intensives Training. Im „Chiisai-Mori“ kann man bis zu 5x in der Woche seinen Körper und Geist trainieren. Körperliches Training, aber auch die Entwicklung der Persönlichkeit sind integrale Bestandteile eines Kampfkunsttrainings. So findet man zu einem neuen oder auch stabilen Selbstbewusstsein. Die Trainingseinheiten in kleiner Gruppenstärke sind intensiv und persönlich. So ist unser Karatetraining auch ohne die Auszeichnung durch sportliche Erfolge immer wieder reizvoll, um neuen Karateka interessante Anreize zu geben.

Probiert es aus, kommt vorbei, macht mal mit und entscheidet Euch! Anfänger, die älter als 10 Jahre sind, oder auch schon im gesetzten Alter, können mittwochs gerne unverbindlich vorbeischauen oder sogar gleich mit machen.
Weitere Infos bekommt Ihr bei Christian Kleuter unter der Tel. Nr.: 01713359609 oder über unsere Homepage.

 

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